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Wasserwechsel
Wasserwechsel - ein immer wieder gern und heftig diskutiertes Thema, insbesondere in den Internetforen, in denen täglich viele Male die Frage nach dem ob und wie oft und wie viel gestellt wird. Und insbesondere dort haben sich in den letzten Jahren Standardempfehlungen etabliert.
30 bis 50% pro Woche
Wer ein Aquarium mit Fischen oder anderen Tieren betreibt, der weiß, dass unsere Pfleglinge regelmäßig gefüttert werden müssen und dass dieses Futter irgendwann auch wieder aus dem Fisch heraus muss.
Bekannte Stoffwechselendprodukte, die wir in unseren Aquarien auch mit den handelsüblichen Mitteln nachweisen können, sind Phosphat und Ammonium /Ammoniak. Phosphat verbleibt in dieser Form im Aquarium und reichert sich dort an, Ammonium /Ammoniak werden durch Bakterien der Gattungen Nitrosomanos und Nitrobacter über die Zwischenstufe Nitrit zu Nitrat aufoxidiert. Wie dieses funktioniert, ist an verschiedenen anderen Stellen im Internet ausführlich erläutert. Nitrat reichert sich ebenfalls im Aquarium an. Eine weitere Verarbeitung des Nitrats zu Sauerstoff und Stickstoff ist unseren Aquarien kaum bis nicht möglich. Wir messen also in unserem Aquarium einen stetigen Anstieg von Phosphat und Nitrat; was wir alles nicht messen können und was trotzdem noch so alles im Aquarium "rumschwimmt", vermag ich kaum zu mutmaßen, und es bedarf schon eines Chemikers mit einer speziellen Ausrüstung, um die Wasserqualität in ihrer Gänze zu erfassen. Fakt ist, es reichern sich Schadstoffe im Aquarium an und müssen dort über kurz oder lang raus. Wir Menschen können das Fenster öffnen, wenn die Luft im Büro schlecht wird, aber unsere Aquarientiere sind 24 Stunden lang an das sie umgebende Wasser gebunden.
Nun mag der eine oder andere sagen, es gäbe ja einen Filter, aber ist das wirklich schon die Lösung? Was kann ein solcher Filter leisten? Ein Filter, egal welcher Bauart, entzieht dem Wasser in erster Linie mechanisch Schwebstoffe und aufgewirbelten Mulm. Außerdem soll in einem Filter der Nitrifikationsprozess ablaufen. Da ich weder Biologe noch Chemiker bin, kann ich dieses nicht beweisen und nachprüfen, ich halte aber die meisten unserer handelsüblichen Filter für ungeeignet für diese Aufgabe, denn die Fließgeschwindigkeit in diesen Filtern ist recht hoch. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein einem Rieselfilter und in einem schnell laufenden Motor-Außenfilter gleichermaßen ausreichende Nitrifikationsprozesse ablaufen sollen. Zur Entfernung von Nitrat und Phosphat kommt es jedoch in solchen Filtern schon gar nicht.
Hier kommt nun, und das sollte jedem einleuchten, der Wasserwechsel ins Spiel.
Es gibt aber auch so genannte Altwasser - Aquarianer, die meinen, dass Wasserwechsel überflüssig sei und ihre Becken mit dem "Altwasser" wunderbar funktionieren aber das setzt jahrelange Erfahrung und Wissen um die Chemische und Biologische Reaktionen voraus.
Aber für den durchschnittlichen Aquarianer ist dies sicherlich nicht die geeignete Empfehlung, denn wie oben bereits erwähnt, gibt es mit Sicherheit Faktoren, die wir mit unseren Mitteln nicht erfassen können.
Also doch Wasserwechsel – dies würde ich es jedem Normal - Aquarianer ans Herz legen.
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