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Zwergflußkrebse der Gattung Cambarellus montezumae kommen in Mexiko in den Ebenen und entlang der Golfküste vor. Die Tiere werden ca. 3-4 cm gross, sind überaus friedlich, Pflanzen und Fische werden nie behelligt und sind somit hervorragend für Gesellschaftbecken geeignet. Die Farbe ist meist hellbraun bis kaffeebraun, wobei die Scheren der Männchen oft rötlich sind.
Die Krebse halten sich vor allem in der Vegetation und im Detritus auf. Dem entsprechend sollte das Aquarium eingerichtet sein. Eine dichte Bepflanzung mit Nixkraut oder Javamoos oder beidem ist sehr vorteilhaft. Dort halten sich die erwachsenen Tiere gerne auf; auch die Jungtiere finden darin Nahrung und Schutz.
Des Weiteren dürfen Höhlen, z:B. aus Steinaufbauten, Röhren oder ähnliches nicht fehlen. Darin verbringen eiertragende Weibchen Schutz bis zum Schlüpfen der Jungen.
Pflege
Krebse sind Allesfresser. Sie ernähren sich vom Lebendfutter, Frostfutter, Flockenfutter, Futtertabletten für die Fische. Aber auch an das Gemüse für den Antennenwels gehen sie. Eine ausgewogene Ernährung besteht aus: Mückenlarven, Artemia, Tubifex, Muschelfleisch, Futtertabletten, Spinat, Salat, Rosenkohl, Blumenkohl, Gurken, Zuchini.
Nur wenn den Krebsen überhaupt kein Gemüse gefüttert wird naschen sie von weichen Pflanzen. Glücklicherweise sind es meist die schnellwachsenden Pflanzen, von denen man sowieso genügend hat wie Hornkraut oder Wasserlinsen (Lemna).
Es kommt öfter einmal vor, dass einzelnen Tiere eine Schere fehlt. Dies sind oft Weibchen, denen ein Männchen die Schere bei der Paarung abgerissen hat. Diese wächst aber mit den folgenden Häutung nach.
Geschlechtsunterschiede
Der eindeutige Geschlechtsunterschied liegt in dem fehlenden ersten Paar Schwimmbeine (Pleopoden) der Weibchen. Die Männchen brauchen diese Beine (Gonopoden) zur Befruchtung des Weibchens. Die Beine sind auch gut von der Seite zu sehen. Sie ragen vom Hinterkörper bis zwischen die Schreitbeine hinein.
Wenn man die Möglichkeit hat, ein Tier von unten zu betrachten, sieht man noch weitere Geschlechtsmerkmale (die Gonoporen und das Annulus Ventralis).
Ich höre immer wieder, daß die Geschlechter auch anhand der Farbe zu unterscheiden sind. Jedoch ändert sich die Farbe der Tiere besonders vor und nach Häutungen stark. Angeblich sind die Scheren der Männchen heller. Weibchen sind generell dunkler und haben dunkle Scheren. Bei eiertragenden Weibchen sind die Streifen auf dem Rücken besonders kontrastreich. Bei Männchen sind die Seiten des Körpers heller als bei den Weibchen. Weibchen sollen auch etwas größer werden.
Zucht :
Das Männchen packt das Weibchen und dreht es auch den Rücken. Mit seinen Scheren hält es die Scheren des Weibchens fest. Mit den Gonopoden werden die Spermien übertragen.
Das Weibchen trägt die Eier und später die geschlüpften Larven an der Unterseite des Hinterkörpers. Dabei werden die Eier nicht mit den Schwimmbeinen festgehalten, sonders sie haften an diesen. In regelmäßigen Abständen bewegt sie die Beine, damit die Eier / Larven mit Sauerstoff versorgt werden. Nach einer Tragezeit von ca. 30 Tagen (je nach Temperatur) werden fertig entwickelte kleine Krebse entlassen. Die Eltern stellen den Jungtieren nicht nach. Allerdings sind diese ein schmackhafter Imbiß für die anderen Aquarienbewohner.
Die kleinen Krebse wachsen in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Größenunterschiede von 200% unter Geschwistern sind keine Seltenheit. Bereits nach drei Monaten bei einer Größe von ca. 2 cm sind die ersten Jungtiere schon wieder geschlechtsreif
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