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Hier findet Ihr Antworten auf die offensichtlichen ersten Fragen zur Garnelenhaltung !

Garnelen im Gesellschaftsbecken

Garnelen können sich durchaus auch für ein Gesellschaftsbecken eignen. Mit Fischen gleicher Größe die nicht zu hektisch sind und den Garnelen nicht nachstellen, gibt es keinerlei Probleme. Selbst der Nachwuchs, wenn man es denn wirklich mal geschafft hat sie durchzubringen, kommt in einem gut bewachsenen Becken zum Grossteil durch. Anders sieht es mit z. B. Barschartigen aus. Hier kann es dazu kommen, dass man von seinen Garnelen nicht allzu viel zu Gesicht bekommt, da sich die Tiere durch die Nachstellungen der Fische sehr zurückziehen und versteckt leben.

Eingewöhnungszeit bei Garnelen-Neuanschaffungen

Bei Neuanschaffungen von Garnelen sollte man der Eingewöhnungszeit der Tiere besondere Aufmerksamkeit schenken. Dies gilt insbesondere, wenn die 'Neuerwerbungen' aus einer gänzlich anderen Region kommen (z. B. per Postversand), also komplett anderes Wasser gewohnt sind. Der Hormonhaushalt einer Garnele ist sehr komplex und eventuell kann dieser sich nur sehr langsam an sich auch nur minimal abweichende Wasserwerte anpassen, so dass sich die Garnelen z. B. nicht mehr häuten können und dann verenden. Daher ist eine erheblich verlängerte Eingewöhnungszeit für die Garnelen in diesem Fall zumindest mit ausschlaggebend für das Überleben. Wir gewöhnen unsere Tiere dann zum Teil über 3 - 4 Stunden an das neue Wasser und haben bisher keine gravierenden Verluste mehr erlitten.

Eingewöhnungszeit beim Umsetzen von einem ins andere Becken

Manche Aquarianer berichten von Totalverlusten innerhalb der ersten Tage und sogar Wochen nach umsetzen von Garnelen in ein neues Becken. Die Ursache hierfür ist noch immer ein Rätsel, denn die Wasserwerte weichen scheinbar oft nicht von dem Becken ab, aus dem die Garnelen stammen. Wir geben den Tieren daher eine Eingewöhnungszeit von 2 - 3 Stunden. Ob das hilft können wir noch nicht genau sagen, aber schaden kann es auf keinen Fall. Der Hormonhaushalt einer Garnele ist sehr komplex und eventuell kann dieser sich nur sehr langsam an sich auch nur minimal abweichende Wasserwerte anpassen, so dass sich die Garnelen z. B. nicht mehr häuten können und dann verenden.

Fütterung von Garnelen

Bei allen Lebewesen sollte eine abwechslungsreiche Fütterung angestrebt werden.

Wenn wir mal überlegen was alles fressbares einen Bach oder Fluss herunter gespült wird oder darin lebt, so kann dies recht vielfältiger Natur für Garnelen sein. Nehmen wir mal einen alten Holzstamm, auf der einen Seite kann es Moderholz sein mit Mengen an Kleinstgetier, Pilzen und Algen, auf der anderen Seite wenn ein Stamm frisch ins Wasser gefallen ist wird vieles Kleingetier was an der Luft gelebt hat jetzt im Wasser sterben und steht ebenfalls als Nahrung für Krebse und Garnelen zur Verfügung. Diese Beispiele lassen sich noch vertiefen. So gut wie die Natur die Lebewesen versorgt ist es uns im Aquarium nicht möglich. Wir müssen wissen welche Stoffe Wirbellose benötigen um sich wohl zu fühlen und ihnen dann das nötige Ersatzfutter geben.

Dafür fressen die Garnelen sonst fast alles, ob es nun Blätter, Algen, Wasserflöhe, rote oder schwarze Mückenlarven, Eintagsfliegenlarven usw. sind. Außerdem bieten wir Laub von der Buche oder Eiche Seemandelbaum, Brennesel, Bananenbaumblätter, grüne Futtertabletten, Flockenfutter, Garnelen- und Krebsfutter, Granulatfutter, tiefgefrorenes Futter wie Cyclops, Daphnien, weiße und rote Mückenlarven und Artemia.

Forellen Aufzuchtfutter oder ähnliches sollte vermeiden werden da die Tiere zu schnell wachsen und es dann zu Häutungsproblemen kommt. Vieles hier angesprochene trifft auch auf die Fische zu. Bei dem Futter was wir im Handel kaufen sollte auf Qualität geachtet werden.

Bis auf Lebend - und Forstfutter kaufen wir über Bestellung bei folgendem Händler : www.witt-tierbedarf.de ! Da wir immer Anfang des Monats bestellen bieten wir Aquarianern aus dem Raum Wuppertal an über uns als Sammelbestellung zu bestellen wodurch sich dann die Versandkosten reduzieren.

Garnelenfutter selbst gemacht

Als Grundrezept gilt eigentlich immer :
 

  • ca. 100 gr. Gemüse
  • ca. 100 ml Spirulinapulver

Folgendes Gemüse kann auch verwendet werden :

  • Möhren
  • Erbsen ohne Schalen
  • frische Paprika
  • Blattspinat
  • Tomaten
  • Kürbis
  • usw.

Wobei das Gemüse immer zu Mus verarbeitet werden muss.

Sollte das Mus zu flüssig sein kann es mit Gefriergetrocknetem Futter verdickt werden wie z.B mit :

  • Flockenfutter
  • Dekapsulierte Artemia
  • rote weiße und schwarze Mückenlarven,
  • Tubifex
  • usw.

 

  1. Als erstes wird das Gemüse aufgetaut gut abgewaschen und abgetropft.
  2. Zu diesem Gemüsebei gibt man dann das Spirulinapulver und rührt den Brei gut durch.
  3. Es sollte eine Festigkeit erreicht werden wie z.B Mürbeteig

Nun wird der Brei in die Einwegspritze gefüllt und 2 – 3 cm lange Sticks auf ein mit Backpapier ausgelegte Backblech gespritzt.
Diese Sticks (2-3cm lang) müssen jetzt nur noch trocknen. Ca. 24 Std. an einem warmen Ort.

Die trocknen Sticks können Problemlos in jede Futtermenge zerbrochen werden und sind ein sehr nahrhaftes und Farbförderndes Futter

Ein weiteres Rezept

Zutaten:

  1. 100g Spirulinapulver, 100g Erbsenbrei, 100g Bananenbrei, etwas Flockenfutter
  2. Die Erbsen durch ein Sieb drücken, so dass man nur noch das Mark hat.
  3. 100g Banane schön zerdrücken, das Erbsenmark, das Spirulinapulver und das Flockenfutter (nur eine Prise) hinzugeben und kräftig durchmengen.
  4. Diesen Brei auf einer geeigneten Unterlage zu kleinen Kügelchen formen und 24 Stunden trocknen lassen. Nun kann man die getrockneten "Futterkugeln" schön dosiert verfüttern.
  5. Im Kühlschrank sind die Kugeln ca. 3 Monate haltbar.

Folgenes Laub wird für Krebs und Garnelenbecken empohlen:

  • Ahorn,
  • Apfel, Birke, kann bei uns erworben werde - klick hier
  • Birne,
  • Buche,
  • Eiche,
  • Erle,
  • Brennnesselblätter, kann bei uns erworben werde - klick hier
  • Esskastanie,
  • Hainbuche,
  • Haselnuss, kann bei uns erworben werde - klick hier
  • Kastanie,
  • Kirsche,
  • Marille,
  • Pappel,
  • Pflaume,
  • Ulme,
  • Weide,
  • Brombeerblätter. kann bei uns erworben werde - klick hier
  • Walnussblätter, kann bei uns erworben werde - klick hier
  • Seemandelbaumblätter
  • Nicht zu verwendbare Blätter sind:
  • Wolfsmilchgewächse,
  • Nachtschattengewächse,
  • Goldregen,
  • Blauregen,
  • Mistel,
  • Tollkirsche,
  • Rhizinus,
  • Flieder,
  • Hollunder,
  • Blasenstrauch,
  • Heckenkirsche,
  • Trompetenbaum.

Braun gewordene Blätter sind vorzuziehen, grüne getrocknete Blätter könnten das Wasser zu stark belasten.

Die hier aufgezählten Blattarten sollen und können nur eine Richtlinie sein aber sie erhebt nicht die Vollständigkeit und jeder sollte sich über das was er seinen Tieren anbietet genau informieren

Wir übernehmen kann Hafttung auf Vollständigkeit und bei Schäden im Aquarium
 

Wasserwechsel mit kaltem Wasser?

Wasserwechsel sollte man regelmäßig machen, das ist klar. Für Garnelenbecken gilt, lieber öfter eine kleinere Menge, als alle zwei Wochen 50%. Sehr gute Erfahrungen haben wir gemacht, wenn wir alle fünf bis sieben Tage ca. 20% Wasserwechsel mit kaltem Leitungswasser durchführten. Die Temperatur im Aquarium sinkt dabei um einige Grad ab, was häufig die Häutung, bzw. die Paarung begünstigt. Auch sind die Tiere nach einem Wasserwechsel oft besonders agil (Paarungsschwimmen). Kaltes Leitungswasser hat des Weiteren den Vorteil, dass es Schadstoffe wie z. B. Kupfer schlechter aufnimmt, als warmes. In Haushalten mit Durchlauferhitzern, Kupfer- oder Bleileitungen, ein nicht unwesentlicher Aspekt, da Garnelen äußerst empfindlich auf geringste Spuren von solchen Schwermetallen reagieren. Je nach Schadstoffkonzentration, leider meistens mit dem Tode!

Filterschlamm ins Becken geben?

Filtermulm im Aquarium ist wie Weihnachten für alle Garnelen. Besonders der Nachwuchs braucht den Mulm, der sich im Aquarium ansammelt, für eine ausreichende Ernährung in den ersten Wochen nach dem Larvenstadium, aber auch die Alttiere wuseln stets emsig darin nach fressbarem. Man sollte also niemals beim säubern des Beckens den gesamten Mulm entfernen. Hat man keinen Mulm am Boden, sollte man beim Filterwechsel die Watte in einem kleinen Eimer ausspülen und mittels eines dünnen Aquarienschlauches den Filterschlamm in eine strömungsruhige Ecke des Beckens, kurz über dem Boden wieder einleiten. Binnen Minuten wird die gesamte Garnelenschar vor Ort sein...

Neue Pflanzen im Garnelenbecken

Frisch gekaufte Pflanzen aus dem Handel dürfen keinesfalls direkt in ein Garnelenbecken gesetzt werden. In den Wasserpflanzenzüchtereien werden die Wasserpflanzen mit Kontaktgiften behandelt, um zu verhindern das die Pflanzen von Schädlingen befallen werden. Ausserdem werden die Pflanzen extrem mit Dünger versorgt. Wenn die Pflanzen dann an den Handel abgegeben werden, werden sie zuvor noch mal kurz abgespült um den überwiegenden Teil dieser Stoffe zu entfernen. Trotzdem befindet sich noch ausreichend Gift auf den Pflanzen um Wirbellose damit innerhalb von Stunden zu töten. Fische sind da bei weitem nicht so empfindlich. Aus diesem Grund setzt man frisch gekaufte Pflanzen immer zuerst in ein separates Gefäss und belässt sie dort eine Woche, damit sich die Giftstoffe ablösen. Wenn man ein zweites reines Fischaquarium besitzt, kann man sie auch dort zuerst einsetzen. Wichtig ist auch, dass man vorher von den neu erworbenen Pflanzen jeden noch so kleinen Rest des an den Wurzeln befindlichen Substrats entfernt. Wenn man dann nach einer Woche die Pflanzen ins Garnelenbecken einsetzt, gibt es auch keine Probleme mehr mit den Garnelen.

Keimdichte verantwortlich als einer der Gründe bei Garnelensterben

Leider kommt es immer wieder dazu das Garnelenhalter ihre Tiere durch eine zu hohe Keimdichte im Aquarium unbeabsichtigt umbringen. Das liegt zum grossen Teil daran, dass die Tiere zu stark gefüttert werden und dann die Futterreste im Filter oder am Bodengrund vergammeln. Gerade Flockenfutter zersetzt sich sehr schnell in viele kleine Partikel, die dann mit dem blossen Auge überhaupt nicht mehr sichtbar sind. Aus diesem Grund ist ein Futtergranulat auf jedem Fall besser kontrollierbar. Gefüttert wird immer nur dann wenn keine Futterreste mehr sichtbar sind. Zusätzlich ist ein regelmässiger Wasserwechsel das A und O für eine geringe Keimdichte. In diesem Zusammenhang darf selbstverständlich auch der Filter nicht vergessen werden. Ein Filter ist um so besser, je feiner er ist. Sehr gut sind Mattenfilter und Maximal - Filter die mit Filterwatte bestückt sind. Trotzdem darf man eines nicht vergessen. Ein Filter hält zwar die im Wasser schwebenden Stoffe fest, damit sind sie aber noch lange nicht aus dem Wasserkreislauf entfernt. Nach einiger Zeit lösen sich diese Stoffe im Filter auf und damit nimmt automatisch die Keimdichte im Aquarium wieder zu. Jeder Filter muss deshalb regelmässig nach einer bestimmten Zeit, die von der Besatzstärke und der Futtermenge abhängig ist, gereinigt werden.

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