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Ganz wichtig bei allen Garnelen und Krebsen (wie auch bei Fischen): Tote Tiere sollten so schnell wie möglich aus dem Aquarium entfernen werden. Der Hauptübertragungsweg von Krankheiten geht über das Fressen toter Artgenossen.
Garnelen können zwar an keinen Fischkrankheiten wie z.B. Ichthyo (Weißpünktchenkrankheit) erkranken, beim Zukauf neuer Garnelen aus einem fischbesetztem Becken mit infizierten Fischen, diese aber als Zwischenwirt durchaus ins eigene Becken übertragen und somit die darin befindlichen Fische infizieren. Garnelen selbst werden meistens von verschiedenen Bakterien, einzelligen Parasiten oder Pilzen befallen.
Man sollte jede noch so kleine Änderung zwischen Garnele und Umwelt nicht unterschätzen. Jede Veränderung der Wasserqualität hat sehr schnell Einfluss auf das physiologische Befinden der Tiere. Sie reagieren schneller auf Veränderungen in ihrer Umwelt als im natürlichen Lebensraum. In Flüssen, Teichen und Meeren setzen sich Veränderungen, im Gegensatz zum Aquarium, im Allgemeinen sehr langsam durch. Ein Garnelenaquarium ist durch seine relativ geringe Größe sehr anfällig für plötzliche und starke Veränderungen der Wasserqualität
Das größte Problem bei der Erkennung und Diagnosestellung von Krankheiten bei Garnelen besteht darin, dass man ihnen eine Krankheit kaum anmerkt und erst bemerkt dass was nicht in Ordnung ist wenn die Tiere apathisch sind oder geschwächt am Boden liegen. Wie aber stellt man die richtige Diagnose in so einem Fall?
Man unterscheidet Krankheiten :
- akute Erkrankungen
- chronische Erkrankungen.
Akute Erkrankungen liegen vor, wenn alle oder die grösste Anzahl der Garnelen innerhalb weniger Stunden z.B nach einem Wasserwechsel, Anwendung eines Pflanzendünger oder Zukauf neuer Pflanzen, innerhalb kürzester Zeit sterben. Diese Symptome treten im Allgemeinen bei mehreren Arten auf und lassen sich eher am Verhalten der Tiere als an äusseren Symptomen erkennen. All diese Faktoren weisen meist entweder auf ein Problem der Wasserqualität wie Vergiftungen oder Sauerstoffmangel usw. hin.
Chronische Erkrankungen zeigen sich bei Garnelen über längeren Zeitraum. Symptome oder Verluste können langsam über mehrere Tage oder Wochen auftreten und sind meist auch nur auf eine einzige Art oder eine Gruppe beschränkt, während andere Garnelen nicht betroffen sein müssen. So ein Krankheitsverlauf lässt auf eine bakterielle Infektionskrankheit oder auf einen Parasitenbefall schliessen. Im Normalfall werden aber nur wenige Tiere zur selben Zeit, sondern nach und nach von solchen Erkrankungen betroffen. Die Ursache eines Krankheitsausbruches selbst kann auch von ungeeigneten Haltungsbedingungen in Zusammenhang mit Schwächung des Immunsystems stammen.
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